Im Projekt COSAP (Customer Oriented Design of On-Site-Assembly Processes) werden die wichtigsten Phasen beim Entstehen von Maschinenausrüstungen, die ihren endgültigen Aufbau und ihre Inbetriebnahme beim Kunden finden, unter neuen Gesichtspunkten und Randbedingungen, besonders auch im Hinblick auf die Globalisierung untersucht.

Das Projekt wurde im 5. Rahmenprogramm der Europäische Union EUREKA im dritten thematischen Programm „Wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum“ (GROWTH) mit Partnern aus Deutschland, Slowenien, Schweiz und Schweden gefördert.

Maschinen und Anlagen sind für die europäische Länder eines der wichtigsten Exportgüter. Technologisch anspruchsvolle Maschinenausrüstungen wie Montagemaschinen, Kraftwerksausrüstung, Prüfsysteme oder unikate Sondermaschinen stellen hierbei eine Domäne der mittelständischen Industrie dar. Ihre Erzeugnisse unterliegen einem harten internationalen Wettbewerb. Die als Baustellenmontage bezeichnete Installation von Maschinen und Anlagen beim Kunden (Customer site assembly), besonders deren Bereiche für die technische, organisatorische und personelle Auftragsabwicklung beinhaltet enorme Rationalisierungspotentiale. Die Baustellenmontage – so die Erkenntnis der Unternehmen, ist als Chance erkannt worden, sich einen größeren Anteil an der Wertschöpfung zu sichern. Anstelle des Verkaufs von Maschinen werden, den Marktanforderungen Rechnung tragend, komplette Problemlösungen als Dienstleistungspaket angeboten.

Das industrielle Umfeld dazu wird durch die immer enger werdenden Abhängigkeiten in Bezug auf Entwicklung, Produktion und Verkauf und damit fundamental durch die Leistungsfähigkeit der Prozesse bestimmt. Das bedingt den Aufbau strategischer Partnerschaften (reale und virtuelle Kooperationen zu komplexen Produkten - Systemen) voranzutreiben.

Daraus resultiert auch der zunehmende Zwang, sich mit den Wirkungen der Montage bereits im Vorfeld der Entwicklung auseinanderzusetzen und Prävention im Hinblick auf Kooperationen zu betreiben. Bisherige Betrachtungsweisen übersehen, dass neue Methoden und Systeme viel stärker als bisherige Vorgehensweisen auf die Unternehmen als Ganzes zielen und dass die mit diesen Methoden erzielten Ergebnisse die Dynamik des Wettbewerbs grundlegend verändern.

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